Alltag Erfahrungen StickyDo

Wie man mit abwechslungsreichen Aufgaben seinen Alltag auffrischen kann

StickyDo_Abwechslungsreiche Aufgaben

Ich würde mich selbst als einen aktiven Menschen bezeichnen, mein Alltag ist voller Aufgaben, welche ich über den gesamten Tag verteilt erledige. Das Hamsterrad in dem ich mich befinde wird stets fleißig von meinen Aufgaben und Verpflichtungen angetrieben. Eines Morgens stellte ich mir die Fragen, wie kann ich diesem Hamsterrad entfliehen? Hier gab es nur eine Lösung, abwechslungsreiche Aufgaben, die nichts mit dem Alltag  zu tun haben. Und so begab ich mich in die nächste 7 Tage Challenge.

Tag 1: Werde handwerklich tätig und dekoriere deine Wohnung

In der neuen 7 Tage Challenge begleitete mich Kadi. Voller Vorfreude bereitete sie mir die erste Aufgabe vor. Sie wusste ganz genau, welche dekorativen Elemente in unserer gemeinsamen Wohnung angebracht werden mussten. Und so durfte ich zu meinem Vergnügen, die von mir aufgeschobene Bilder-Kollage an die Wand anbringen. Eine handwerkliche Erfahrung machte ich nicht zu ersten Mal aber dieses Mal sorgte sie für eine positive Abwechslung in meinem Alltag. Nach circa zwei Stunden und jede Menge Bilderharken an der Wand, war meine erste Aufgabe erfolgreich beendet. Ich fühlte mich erfühlt und glücklich zu gleich. Eine Sache vor der ich mich so lange gedrückt habe, war hiermit vom Tisch. Mit neugewonnener Motivation konnte ich ganz entspannt zur nächsten Aufgabe übergehen.

Tag 2: Kontaktiere ein vernachlässigtes Familienmitglied

Zu meinem Erstaunen musste ich hier gar nicht lange überlegen, denn meine Familie ist groß und über den halben Globus verteilt. So viel mir sofort meine Großmutter aus den USA ein. Kurz vor Weihnachten freut sich jede Großmutter über einen Anruf ihres Enkelkindes.

Diese Aufgabe hatte zwei Menschen zugleich erfreut. Mich, weil ich mal endlich geschafft hatte meine Großmutter zu hören und natürlich meine Großmutter. Ihr Alltag war ebenfalls gerettet  und wie ich sie kenne, war ihre Laune besonders gut an diesem Tag. Danke Kadi, es war mal wieder an der Zeit für so eine schöne Aufgabe!

Tag 3: Sage einem Familienmitglied, wie dankbar du bist für alles was er/sie für dich getan hat.

Oh ja, das war eine harte Nuss für mich. Ich bin eher ein Mensch der Taten, wenn es darum geht Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen. Emotionen in Worte zu fassen fällt mir schwer und so musste ich mich aus meiner Komfortzone herausbegeben, um diese Aufgabe zu erfüllen.

In den folgenden Tagen, übernachteten wir in der WG meines Cousins. Es war die Perfekte Situation, um dieses StickyDo einzulösen. Als wir uns gemeinsam in der Küche aufhielten, sagte ich ganz ehrlich und offenherzig, zu meinem Cousin und Kadi’s Bruder, der sich zugleich dort befand, dass ich ihnen für ihre Hilfe und Unterstützung in den letzten Tagen sehr dankbar bin. Daraufhin erntete ich seeeehr skeptische Blicke. Mein Cousin war sehr überrascht und meinte sogar, dass er Angst hätte einen unerwarteten Gefallen für mich erledigen zu müssen. Kadi’s Bruder reagierte auch etwas überrascht, doch am Ende zeigte er sich sehr verständnisvoll und ebenfalls dankbar. Was für eine wunderbare Erfahrung, auch ein Dankeschön dafür!

Tag 4: Mit einer guten Tat kannst du für ein kleines Weihnachtswunder sorgen.

An einem verregneten, grauen und sehr kalten Tag befanden wir uns in der hessischen Metropole Frankfurt am Main. Wer schon mal zur Weihnachtszeit sich in die Frankfurter Innenstadt verirrte, hatte bestimmt innerhalb weniger Minuten von der Parkplatzsuche die Schnauze voll. So auch ich. Zu meinem Glück trank ich zuvor etwas Kaffee und viel Wasser, was mich in Nullkommanix zu einem menschlichen Wärmetauscher machte und meine Blase sich unaufhaltsam begann zu füllen. Ohne Parkplatz und mit voller Blase, musste ich an einem Fastfood Restaurants nothalten. Nach dem die Blase erfolgreich entleert wurde und ich wieder klaren Kopf hatte, sah ich diesen einen Mann. Er war gezeichnet von seinem Straßenleben. Total erschöpft von seiner ausweglosen Situation. In dem Moment, dachte ich an meine Aufgabe von StickyDo. Ein Weihnachtswunder konnte ich nicht vollbringen aber mit etwas Geld seine nächste warme Mahlzeit finanzieren.

Nachdem ich ihm einen Schein in die Hand drückte und er sich bei mir bedankte, fühlte ich mich irgendwie anders. Diese Tat erfüllte mich mit etwas, was ich bisher in so einer Form nicht kannte. Ich war sehr froh ihm geholfen zu haben. Somit war sein Alltag mit etwas weniger Sorgen umgeben.

Ich glaube grundsätzlich an Karma oder bessergesagt an Karma-Punkte, die man über sein ganzes Leben einsammelt und einlöst. An diesem Tag erlebte ich beides innerhalb weniger Minuten. Nachdem ich den Obdachlosen Mann mit einer kleinen Spende beglückte, fand ich keine 100 Meter weiter einen FREIEN PARKPLATZ und das mitten in Frankfurter Innenstadt. Der gesamte Tag verlief ungewöhnlich gut, mit einer Leichtigkeit, die mir bisher nur selten wiederfahren ist. Challenge erfolgreich absolviert!

Tag 5: Gönne dir was und tue nur das was dir gefällt.

Da ließ ich nicht lange auf mich warten und legte sofort nach der Mittagspause los. An diesem Tag fand zu meinem Glück die Weihnachtsfeier in der Firma statt. Also konnte ich ganz entspannt meiner Challenge nachgehen. Keine Emails mehr beantworten und das Gehirn auf Leerlauf stellen. Gut, dabei half mir das eine oder das andere Glas Wein. Die Zeit verflog wie im Nu und langsam machte sich die Wirkung des Alkohols bemerkbar. Bevor etwas auf der Weihnachtsfeier schief gehen konnte, ließ ich mich von meiner Freundin abholen und begab mich direkt ohne Umwege auf die Couch! Coolste Challenge überhaupt!

Tag 6: Bedanke dich sehr herzlich bei dem Menschen der heute für dich gekocht hat.

Meine Danksagungen sind in der WG leider auf taube Ohren gestoßen. Aber ich wäre nicht ich, wenn ich es nicht noch einmal probiert hätte. So visierte ich für die Umsetzung meines Plans das Mittagessen an, welches zu meiner Überraschung von meinem Cousin mitgestaltet wurde. Was ein glücklicher Zufall!

Der gesamte Ablauf sollte so unspektakulär wie möglich ablaufen, sonst würden diese Schlaumeier die Lunte riechen. Wären des Kochens, sagte ich ganz spontan und gar nicht aufgesetzt: „vielen Dank nochmal für das Kochen, ist echt nett von euch“. Dieser Satz löste eine weitere Lawine der Empörung aus. Es ist sehr merkwürdig, dass ich mich schon wieder für etwas bedanken möchte. Daraufhin brach Kadi in einem Lachen aus, dass die halbe Mainzer Neustadt mitbekam. Schon wieder bin ich an meinen Danksagungskünsten gescheitert. Aber ich verspreche euch eins, demnächst werde öfters einfach mal DANKE sagen.

Tag 7: Sei ein Motivator und bringe sie/ihn zu ihrer/seiner Bestform zurück.

Dieses Kapitel ist leider noch offen geblieben. Da es sehr schwer ist so eine Aufgabe an einem Tag umzusetzen, haben wir gemeinsam beschlossen, dieser Aufgabe im kommenden Jahr an den Speck zu gehen. Ich werde mir Kadi als meinen Trainingspartner vorknüpfen und sie zurück zu ihrer Bestform zurück bringen. Sport ist grundsätzlich eine gute Sache, solange man damit nicht übertreibt. Ich persönlich genieße die Abwechslung durch Sport im Alltag. Es bringt mich auf andere Gedanken und getankt mit neuen Kräften, lässt sich der neue Tag perfekt angehen. Meine persönliche Empfehlung an Alle, treibt Sport solange ihr das noch könnt.

1 Kommentar zu “Wie man mit abwechslungsreichen Aufgaben seinen Alltag auffrischen kann

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